Vor gut einer Woche genehmigten die Hongkonger Aufsichtsbehörden die Einführung von Spot-Bitcoin- und Ether-ETFs . Jüngsten Berichten zufolge sollen die neu zugelassenen Krypto-ETFs jedoch bereits am 30. April auf dem Hongkonger Markt eingeführt werden.
Dieser Meilenstein wurde erreicht, nachdem die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) in vorbildlicher Weise ähnliche Einführungen und den anschließenden Handel mehrerer Spot-Bitcoin-ETFs in ihrem Zuständigkeitsbereich genehmigt hatte.
Nach der Genehmigung stieg die institutionelle Akzeptanz schnell an, was letztendlich dazu führte, dass Bitcoin (BTC) im März sein Allzeithoch von 73,700 US-Dollar erreichte.
Nachdem nun auch die Hong Kong Securities and Futures Commission (SFC) diesem Beispiel gefolgt ist, wird erwartet, dass diese ETFs, sobald sie auf den Markt kommen, dem lokalen Kryptomarkt ähnliche Gewinne bescheren werden.
Was Sie von den Spot-Bitcoin- und Ether-ETFs in Hongkong erwarten können
Zweifellos werden ETF-Emittenten in einem stillen Wettlauf um den ersten Markteintritt stehen. Die Branchenexperten Eric Balchunas und James Seyffart von Bloomberg teilen diese Einschätzung und prognostizieren einen Gebührenkampf unter den Emittenten, da diese bestrebt sind, die größte Kundenzahl zu gewinnen.
Interessanterweise könnte sich die Vorhersage von Balchunas und Seyffart bereits bewahrheiten. Harvest Fund beispielsweise plant, mit einem sechsmonatigen vollständigen Gebührenerlass in den Markt einzutreten. Nach Ablauf der Frist soll die niedrigste Gebühr von 0.3 % erhoben werden.
Vermögensverwalter und ihre jeweiligen Gebühren für ihre neu zugelassenen Bitcoin-ETFs. Quelle: James Seyffart auf X
Wie oben abgebildet, erheben drei große Marktteilnehmer – ChinaAMC, Harvest Fund und Bosera – unterschiedliche Gebühren. Es ist jedoch erwähnenswert, dass die wettbewerbsfähigen Gebührenstrukturen der Bitcoin-ETFs gut für die Gewinnung von Investoren sind, was sich auch in höheren verwalteten Vermögenswerten (AUM) niederschlägt.
Expertenvorhersagen
Laut Balchunas sind die vergleichsweise niedrigeren Gebühren ein positives Signal für den Markt. Er deutete jedoch auch an, dass Spot-ETFs möglicherweise nicht mit ihren US-Pendants mithalten können. Zur Verdeutlichung: Diese haben sich bereits deutlich abgesetzt und seit ihrer Einführung im Januar ein Handelsvolumen von über 200 Milliarden US-Dollar verzeichnet.
Trotz der Herausforderungen verfolgt Eric Balchunas bei seinen Prognosen und Analysen der potenziellen Zuflüsse in diesen neuen Markt einen eher optimistischen Ansatz.
In seiner früheren Prognose ging er davon aus, dass diese Hongkong-ETFs in den ersten zwei Jahren nach ihrer Einführung ein verwaltetes Vermögen von bis zu 500 Millionen US-Dollar erreichen könnten. Nun hat er diese Zahl jedoch verdoppelt und schätzt, dass in denselben zwei Jahren ein verwaltetes Vermögen von bis zu einer Milliarde US-Dollar erreicht werden könnte.
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