Gurbir Grewal, der derzeitige Leiter der Enforcement-Abteilung der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC, wird die Behörde verlassen. Laut einer Pressemitteilung vom Mittwoch scheidet Grewal am 11. Oktober aus dem Amt aus, nachdem er die Position drei Jahre lang innehatte.
Nach seinem Rücktritt wird der derzeitige stellvertretende Direktor der Abteilung für Strafverfolgung, Sanjay Wadhwa, die kommissarische Leitung der Strafverfolgungsabteilung der SEC übernehmen. Sam Waldon, derzeit Chefberater der Abteilung, wird dann die Rolle des kommissarischen stellvertretenden Direktors übernehmen.
SEC lobt Gurbir Grewal für seine Krypto-Bemühungen
Die Kommission lobte Grewals bisherige Bemühungen, insbesondere im Zusammenhang mit Krypto. Nach Angaben der Behörde empfahl die von Grewal geleitete Abteilung aufgrund der zunehmenden Nichteinhaltung von Vorschriften im schnelllebigen Krypto-Bereich über 100 Durchsetzungsmaßnahmen.
Alle Empfehlungen wurden von der SEC genehmigt, darunter auch jene gegen einige der größten Namen der Branche.
Unterdessen hat SEC-Vorsitzender Gary Gensler Grewal persönlich gelobt und ihm für seine Zeit als Leiter der Durchsetzungsbehörde gedankt. Gensler erinnert daran, wie er die Durchsetzungsbehörde ohne Furcht und Vorurteile leitete und sich vor allem um den Schutz der Anleger und die Sicherstellung des Handelns der Marktteilnehmer im Einklang mit den geltenden Wertpapiergesetzen kümmerte. Der SEC-Vorsitzende gab eine Teilerklärung ab, in der es heißt:
„Er hat jeden Tag darüber nachgedacht, wie man Anleger am besten schützen und dazu beitragen kann, dass die Marktteilnehmer unsere bewährten Wertpapiergesetze einhalten. Er hat eine Abteilung geleitet, die ohne Furcht und Begünstigung gehandelt und sich an die Fakten und Gesetze gehalten hat, wohin auch immer diese führten.“
Die Amtszeit im Blick
Grewal war zwar drei Jahre lang als Leiter der Strafverfolgungsbehörden tätig, konnte in dieser Zeit jedoch eine ganze Reihe von Erfolgen vorweisen.
Laut der Pressemitteilung genehmigte die SEC unter Grewal über 2,400 Vollstreckungsverfahren, die zu Gewinnabschöpfungen und zivilrechtlichen Strafen in Höhe von über 20 Milliarden US-Dollar führten. Die Behörde zahlte außerdem Belohnungen im Wert von über einer Milliarde US-Dollar an Whistleblower aus.
Kürzlich kündigte die SEC weitere Zwangsmaßnahmen und Vergleiche im Kryptobereich an. Unternehmen wie eToro, Mango Markets und Galois Capital müssen vor dem Ende des Geschäftsjahres mit Zwangsmaßnahmen rechnen.
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