Die Agency-Theorie untersucht die Beziehung zwischen Akteuren wie Managern oder Entwicklern und Auftraggebern wie Investoren oder Token-Inhabern. Sie untersucht, wie die Interessen beider Parteien in Einklang gebracht werden können, während Konflikte minimiert und sichergestellt wird, dass die Akteure im besten Interesse der Auftraggeber handeln. Im Bereich von Blockchain-Projekten können Agency-Probleme entstehen, wenn Entwickler Entscheidungen treffen, die ihnen selbst und nicht den Investoren zugutekommen. Beispielsweise könnten Projektentwickler persönlichen Gewinn über den langfristigen Erfolg des Projekts stellen, was zu einer Fehlallokation von Ressourcen oder zur Vernachlässigung der Bedürfnisse der Community führen kann. Dezentralisierung ist ein Schlüsselkonzept zur Lösung dieser Agency-Probleme. Durch die Verteilung von Macht und Entscheidungsbefugnis auf eine breitere Gruppe von Stakeholdern können Blockchain-Systeme die Machtkonzentration reduzieren und ein System der gegenseitigen Kontrolle schaffen. Auch Smart Contracts spielen eine entscheidende Rolle. Sie automatisieren Prozesse und setzen Regeln durch, ohne sich auf eine zentrale Autorität zu verlassen. So wird sichergestellt, dass Vereinbarungen transparent eingehalten werden. Diese Mechanismen tragen dazu bei, Vertrauen aufzubauen und verantwortungsvolles Verhalten der an Kryptowährungsprojekten Beteiligten zu fördern.