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Senator Schumer schlägt Behörde zur Bekämpfung der Korruption vor, einschließlich Trumps Krypto-Unternehmen.

Der demokratische Senatsführer Chuck Schumer

Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, hat einen Gesetzentwurf zur Einrichtung einer neuen unabhängigen Bundesbehörde eingebracht, die sich mit der Untersuchung und Verhinderung von Korruption in der Exekutive befassen soll. Als Hauptgrund für den Vorschlag nannte er die finanziellen Interessen von Präsident Donald Trump an Kryptowährungen.

Der „Anti-Corruption Bureau Creation Act“ würde eine siebenköpfige Behörde mit Ermittlungs-, Vorladungs-, Durchsetzungs-, Aufsichts- und Berichtspflichten schaffen. Schumer erklärte, das Gesetz solle die Durchsetzung der Ethikrichtlinien auf Bundesebene stärken und Mechanismen zur Rückgewinnung mutmaßlich durch Korruption erlangter Gelder bereitstellen.

Wichtige Erkenntnisse

  • Senator Chuck Schumer brachte den „Anti-Corruption Bureau Creation Act“ ein.
  • Der Gesetzentwurf sieht eine unabhängige, siebenköpfige Behörde mit Ermittlungs- und Vollstreckungsbefugnissen vor.
  • Schumer nannte die Kryptowährungsprojekte und andere Geschäftsinteressen von Präsident Donald Trump als eine wichtige Motivation für die Gesetzgebung.
  • Der Vorschlag würde es privaten Klägern und Generalstaatsanwälten der Bundesstaaten ermöglichen, die Rückforderung von Geldern zu fordern, die angeblich durch Korruption erlangt wurden.
  • Das Weiße Haus behauptet, dass Trump keine Interessenkonflikte habe, da seine Investitionen unabhängig verwaltet würden.

Neues Büro zur Stärkung der Ethikaufsicht vorgeschlagen

Das geplante Antikorruptionsbüro würde die bundesweiten Bemühungen zur Korruptionsbekämpfung in einer einzigen unabhängigen Behörde bündeln. Laut Schumer hätte das Büro die Befugnis, Korruption in der Exekutive zu untersuchen, Vorladungen auszustellen, Aufsicht zu führen, die bundesstaatlichen Ethikgesetze durchzusetzen und öffentliche Berichte zu veröffentlichen.

Der Gesetzesentwurf sieht außerdem vor, die Funktionen der Bundeswahlkommission, des Amtes für Regierungsethik und des Sonderberaters in dem neuen Büro zusammenzuführen.

Schumer sagte, das derzeitige System bestehe aus einer fragmentierten Sammlung von Kontrollbehörden, die nicht dafür ausgelegt seien, moderne ethische Herausforderungen zu bewältigen.

„Sie ersetzt ein brüchiges Flickwerk von Kontrollinstitutionen, von denen keine für diesen Moment geschaffen war, durch eine einzige, leistungsstarke Antikorruptionsbehörde, die bereit ist, überall und jederzeit einzugreifen, wenn Korruption auftritt.“

Bill verweist auf Trumps Krypto-Einnahmen

Das Gesetz bezieht sich ausdrücklich auf die Finanzangaben von Präsident Donald Trump und seine geschäftlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit Kryptowährungen.

Laut Schumer gab Trump für 2025 mehr als zwei Milliarden Dollar an Investitionseinnahmen bekannt, darunter rund 1.4 Milliarden Dollar aus Kryptowährungsgeschäften. Der Gesetzentwurf führt außerdem Behauptungen an, Trumps Familie habe mehr als eine Milliarde Dollar in einen Kryptofonds investiert, der Verbindungen zu ausländischen Regierungen unterhält. Jüngste Finanzberichte weisen zudem Einnahmen von World Liberty Financial aus, darunter mehr als 65.6 Millionen Dollar aus dem Verkauf von Anteilen an WLF Holdco und 236 Millionen Dollar aus Token-Verkäufen.

Frühere Schätzungen des Bloomberg Billionaires Index bezifferten die Einnahmen der Familie Trump aus Kryptowährungsgeschäften auf rund 620 Millionen US-Dollar, einschließlich der Einnahmen aus World Liberty Financial, dem Trump Memecoin, NFTs und einer Beteiligung an einem Bitcoin-Mining-Unternehmen.

Schumer argumentierte, dass das vorgeschlagene Büro die Befugnis hätte, solche finanziellen Beziehungen zu untersuchen und gegebenenfalls durch Korruption erlangte Gelder zurückzufordern.

Mechanismen zur Wahrung der Unabhängigkeit

Das Gesetz enthält mehrere Bestimmungen, die die Behörde vor politischer Einflussnahme schützen sollen. Anstatt auf jährliche Haushaltsmittel des Kongresses angewiesen zu sein, würde die Behörde über einen eigens dafür eingerichteten Fonds zur Verhinderung politischer Einflussnahme finanziert, der unabhängig von der Haushaltsbefugnis des Präsidenten agieren soll.

Der Gesetzentwurf sieht außerdem die Einrichtung eines speziellen dreiköpfigen Richtergremiums innerhalb des US-Berufungsgerichts für den District of Columbia Circuit vor, das temporäre Kommissare ernennen soll, wenn Vakanzen die Funktionsfähigkeit der Behörde gefährden.

Laut Schumer sollen diese Schutzmaßnahmen verhindern, dass künftige Präsidenten die Behörde schwächen, indem sie Ernennungen zurückhalten oder ihre Finanzierung einschränken.

Das Weiße Haus weist Vorwürfe des Interessenkonflikts zurück

Das Weiße Haus hat weiterhin die Vorwürfe zurückgewiesen, dass die Kryptowährungsbestände von Präsident Trump Interessenkonflikte hervorrufen. Regierungsbeamte erklärten, Trumps Investitionen würden auf diskretionären Konten gehalten, die von unabhängigen Drittfinanzinstituten verwaltet würden, und der Präsident sei nicht in deren laufende Verwaltung involviert.

Trump wies auch Bedenken hinsichtlich seiner finanziellen Gewinne zurück und erklärte, sein Vermögen sei im Einklang mit der allgemeinen Marktentwicklung gestiegen.

Die Verwaltung ist der Ansicht, dass keine ethischen Probleme vorliegen, die weitere Maßnahmen erfordern.

Die Debatte um Kryptoethik geht weiter

Der Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Kongress weiterhin über den Digital Asset Market Clarity (CLARITY) Act verhandelt, ein umfassendes Gesetz zur Schaffung eines bundesweiten Regulierungsrahmens für Kryptowährungsmärkte.

Demokratische Abgeordnete haben wiederholt argumentiert, dass strengere Ethikbestimmungen in den Gesetzentwurf aufgenommen werden sollten, insbesondere hinsichtlich der Beteiligung gewählter Amtsträger an Geschäften mit digitalen Vermögenswerten während ihrer Amtszeit. Obwohl das Weiße Haus im Zuge der Verhandlungen bestimmten Ethikbestimmungen zugestimmt hat, erklärten mehrere demokratische Senatoren, die Maßnahmen gingen nicht weit genug. Der Ethikstreit ist weiterhin einer der Gründe, warum eine endgültige Einigung über das Gesetz verzögert wird.

Politische Aussichten bleiben ungewiss

Der Gesetzentwurf zur Schaffung eines Anti-Korruptionsbüros wird von den Senatoren Alex Padilla, Andy Kim und Jeff Merkley gemeinsam eingebracht.

Der Vorschlag hat derzeit jedoch keine republikanischen Mitunterzeichner, was seinen Weg durch den Kongress ungewiss macht. Die Republikaner verfügen in beiden Kammern über knappe Mehrheiten, und jedes vom Kongress verabschiedete Gesetz könnte, sofern es nicht von einer Zweidrittelmehrheit getragen wird, vom Präsidenten per Veto abgelehnt werden.

Fazit

Der Vorschlag von Senator Chuck Schumer würde die Befugnisse der Bundesregierung zur Untersuchung von Korruption in der Exekutive durch die Schaffung eines unabhängigen Antikorruptionsbüros erheblich erweitern. Das Gesetz steht in engem Zusammenhang mit den Bedenken der Demokraten hinsichtlich der finanziellen Interessen von Präsident Donald Trump, insbesondere seiner Kryptowährungsgeschäfte und der damit verbundenen Offenlegungspflichten.

Während Befürworter argumentieren, das Gesetz würde die Durchsetzung ethischer Grundsätze stärken und die Rechenschaftspflicht der Regierung verbessern, weist das Weiße Haus weiterhin Vorwürfe von Interessenkonflikten zurück. Angesichts der nach wie vor tiefen parteipolitischen Gräben und der noch laufenden Verhandlungen über eine umfassendere Kryptowährungsgesetzgebung steht der Vorschlag vor erheblichen politischen Hürden, bevor er in Kraft treten kann.

Haftungsausschluss : Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Die hierin enthaltenen Informationen sind nicht als Finanz-, Rechts- oder Steuerberatung zu verstehen. Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein erhebliches Risiko finanzieller Verluste. Führen Sie stets eine sorgfältige Prüfung durch, bevor Sie Handels- oder Anlageentscheidungen treffen.

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